Vogelgrippe News
28/07 2010
Vogelgrippe Medikamente unbrauchbar
Der Kriegsgebeutelte Gazastreifen erhält regelmäßig Medikamentenspenden. So auch Riesenkartons mit Tamiflu gegen die Vogelgrippe. Doch der Leiter der Abteilung für Spenden im Ministerium, Munir al Bursch, klagt an: "Diese Lieferung war rund zwei Million US-Dollar wert, aber die Epidemie ist längst vorbei. Manche Länder wollen nur ihre überschüssigen Bestände loswerden." Etwa 20 % der Lieferung sind unbrauchbar, wenn sie ankommt. Der Rest steht kurz vor dem Verfallsdatum. Verbrennungsanlagen, die für die fachgerechte Entsorgung der Medikamente nötig wären, gibt es nicht. Die Behörden sind gezwungen, die Medikamente auf die Müllhalden zu schütten. Dort sickern die Stoffe ins Grundwasser und gefährden die Bevölkerung.
21/07 2010
Niedersachsen vorbildlich
In Niedersachsen ist eine vorbildliche Initiative gelungen. Die "Kommunale Unterstützungsgruppe Tierseuchenbekämpfung" soll über Stadt- und Kreisgrenzen hinweg schnelle und unbürokratische Hilfe leisten, wenn es zu einem Fall von Tierseuche kommt. In der Vergangenheit mussten immer wieder ganze Tierbestände gekeult werden und Betriebe gelangte dadurch an den Rand des Ruin. Die neue Initiative soll Maßnahmen im Seuchenfall koordinieren. So will man gewährleisten, das Abwehrmaßnahmen im Ernstfall schnell und zuverlässig greifen.
14/07 2010
EU weit Einführungsverbot für tierische Produkte
Seit der Vogelgrippe 2005 kontrollieren am Frankfurter Flughafen 12 Tierärzte die regelgerechte Einfuhr von Tieren und kontrollieren die Koffer. Ziel ist es, Tierseuchen zu verhindern. Mit der Tollwut hat das bereits funktioniert. Allein 2009 kontrollierten die Ärzte so 60.000 Passagiere. Dabei fanden sie 25 Tonnen unerlaubter Lebensmittel. Das füllt 400 Mülltonnen, die als Sondermüll entsorgt werden müssen. Denn niemand weiß, was in dem Würstchen aus Thailand steckt. Auf den Kompost oder verwertet als Tierfutter darf es deshalb nicht werden. "Viele Chinesen bringen Hühner- oder Enteneier mit, die angebrütet sind und dort als Delikatesse gelten", sagt Tierärztin Silke Herzberger. Auch das ist verboten. Die EU soll seuchenfrei bleiben.
06/05 2010
Vogelwarte Radolfzell beforscht Zugvögel
In Radolfzell forscht man mit 70 Mitarbeitern am Verhalten der Zugvögel. Letztes Jahr wurden dazu 120 Heringsmöven mit Sendern ausgestattet und von Norwegen bis Kenia verfolgt. Die Daten werden derzeit ausgewertet. man erhofft sich Informationen zum Zugverhalten, aber auch zu Krankheiten wie der Vogelgrippe oder zum Beispiel hinweise auf bevorstehende Vulkanausbrüche. Dinge also, die auch den Menschen betreffen.
Ältere News und Meldungen
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Vogelgrippe und Geflügelpest
Vogelgrippe und Geflügelpest sind die umgangssprachlichen Bezeichnungen für ein hoch pathogenes aviäres Influenzavirus.
Diese Viruserkrankung vom Typ H5N1 verbreitet sich in erster Linie unter Tieren.
Besonders bedroht sind Hühner, Puten aber auch Zugvögel wie Enten oder Schwäne!
Wie kann eine Tierseuche auf den Menschen übertragen werden? |
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Fragen über Fragen - die spannenden und interessanten Antworten finden Sie auf den folgenden Seiten.
Vogelgrippe - Erreger - Ansteckung -Symptome
Vogelgrippe - Vorsorge und Schutz
Vogelgrippe - Reisehinweise
Unterlagen zur Vogelgrippe
Aktuelle Bücher zum Thema Vogelgrippe
Vogelgrippe -Berichte aus Deutschland
Neue Risikobewertung für Deutschland
11.07.2007 Das Risiko einer Übertragung des H5N1 Vogelgrippevirus durch Wildvögel in Hausgeflügelbestände in Deutschland wird als hoch eingeschätzt. Da es zur Zeit keine Vogelzug gibt, ist es interessant wie innerhalb kurzer Zeit das Vogelgrippevirus in vier Bundesländern auftraten konnte. Teilweise trat das Vogelgrippe Virus epidemisch auf. Gleich mehrere hundert tote Wildvögel wurden gefunden.
Auszug aus der Risikoeinschätzung des FLI
"Der am FLI durchgeführte Vergleich von Sequenzen des HPAIV H5N1-Virus aus in Nürnberg bzw. im Leipziger Land (Frohburg) tot aufgefundenen Höckerschwänen ergab eine große Ähnlichkeit (mindestens
99,5% Übereinstimmung) des HA Gens dieser Viren. Es besteht eine starke phylogenetische Verwandtschaft mit Isolaten aus dem südlichen Sibirien und der Mongolei des Jahres 2006. Zusammen mit Isolaten eines Ausbruches bei Hühnern in Afghanistan bilden diese dabei einen phylogenetischen Cluster. Dieser Cluster ist darüber hinaus eng verwandt mit Isolaten aus dem Raum Krasnodar und Italien (Höckerschwan), die 2006 gewonnen wurden. In einer weiteren Untersuchung, die in enger Kooperation mit dem EUReferenzlabor
für aviäre Influenza in Weybridge (Vereinigtes Königreich) durchgeführt wurde, sind die oben genannten Sequenzen des HPAIV H5N1-Virus von Höckerschwänen aus Nürnberg bzw. dem Leipziger Land (Frohburg) mit denen des am 21.06.2007 positiv getesteten Truthahnbestandes in der Tschechischen
Republik (Tisová) verglichen worden. Auch hier ergab sich eine große Ähnlichkeit, das heißt eine Übereinstimmung von 99,2%. Der hohe Grad an Übereinstimmung weist auf einen gemeinsamen, bisher nicht identifizierten Ursprung dieser drei Viren hin."
Die komplette Bewertung des Friedrich-Loeffler-Instituts finden Sie hier >>>
01.05.2007 - Neue Risikobewertung für Deutschland
Neue Risikobewertung des Friedrich-Loeffler-Instituts:
Insel Riems, 27. April 2007. In seiner aktuellen Bewertung zur Einschleppung von hochpathogenem aviärem Influenzavirus H5N1 („Vogelgrippe“) in Nutzgeflügelbestände in Deutschland stuft das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) das Risiko durch Wildvögel insgesamt als mäßig ein. Damit sinkt die Risikoeinschätzung im Vergleich zum Februar um eine Stufe. Seit August 2006 wurden in Europa keine Fälle von hochpathogenem H5N1 bei Wildvögeln mehr festgestellt. „Wir können trotzdem nicht ausschließen, dass das Virus bei Wildvögeln noch auf niedrigem Niveau vorhanden ist,“ sagt Prof. Thomas C. Mettenleiter, Präsident des FLI. Dies zeigten die Ausbrüche in Ungarn im Frühjahr 2007. Selbst bei höheren Probenzahlen könne das Monitoring, also die Untersuchung lebender und tot aufgefundener Wildvögel, lediglich Stichproben liefern. Weiterhin sei es wichtig, nicht nur H5N1 im Auge zu behalten, sondern aviäre Influenzaviren generell. Aus bei Wildvögeln vorkommenden geringpathogenen, also nicht krankmachenden Viren der Subtypen H5 und H7, können durch Mutation jederzeit hochpathogene Geflügelpestviren entstehen.
Nach Einschätzung des FLI ermöglicht die veränderte Risikolage eine zeitnahe Lockerung des derzeit geltenden Aufstallungsgebotes. Dieses könnte dann nur noch in bestimmten Risikogebieten gelten.
In der aktuellen Bewertung unterscheidet das FLI zwischen dem Risiko durch Zugvögel und Wildvögel. Während nach fast abgeschlossenem Frühjahrszug das Einschleppungsrisiko über Zugvögel als gering eingeschätzt wird, stellt der Kontakt von Hausgeflügel zu heimischen Wildvögeln ein mäßiges Einschleppungsrisiko dar. Der Ausbruch der Geflügelpest bei Gänsen in Ungarn im Januar 2007 weist aber darauf hin, dass H5N1 bei Wildvögeln weiterhin vorkommt. Als wahrscheinliche Ursache dieses Ausbruchs nennt die Weltorganisation für Tiergesundheit OIE den Viruseintrag durch Kontakt zu infizierten Wildvögeln.
Die ausführliche Risikobewertung und den dazugehörigen Lagebericht zur aviären Influenza stellt das FLI auf seiner Internetseite www.fli.bund.de zur Verfügung.
Quelle:
Friedrich-Loeffler-Instituts
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