Vogelgrippe News Juli und August 2007
27/08 2007
Bayern: 160.000 Enten getötet
In der Nähe von Erlangen (Bayern) sind in einem Entenzuchtbetrieb verendete Enten gefunden worden und auf H5N1 positiv getestete worden. Ein zweiter Test vom RKI brachte Gewissheit. Somit wurde am Samstagabend begonnen, alle 160000 Enten zu töten. Im letzten Jahr gab es in diesem Gebiet schon Verdachtsfälle - deshalb wurde die Gegend besonders beobachtet. Über das ganze Wochenenden waren Mitarbeiter des Veterinäramtes, Mitarbeiter des Betriebes, THW und Feuerwehr im Einsatz. Die Tiere wurden durch Elektroschocks oder Gas getötet und in Tierkörperbeseitigungsanlagen verbracht. Aktuell wird geprüft, da die Entenküken von einem Hof aus Niedersachsen gekommen sind, ob dort auch Erreger zu finden sind.
22/08 2007
Vogelgrippe in Frankreich
In der Ortschaft Diane-Capelle, im Osten Frankreichs sind an einem See vier Enten tot aufgefunden worden und bei diesen wurde das H5N1 Virus nachgewiesen.
Dies zeigt auch den groben zusammenhang des Ausbruchsgebietes. Anfang August gab es Fälle in Sachsen, Bayern und der Tschechischen Republik.
03/08 2007
Vogelgrippe-Alarm in Bayern
Nördlich von München, am Ismaninger Speichersee wurden drei Stockenten tot aufgefunden. Zwei von ihnen wurden auf der Insel Riems positiv auf den auch für den Menschen gefährlichen Vogelgrippe-Erreger H5N1 getestet. Aktuell würde der See und das Umfeld, zu dem auch Fischteiche gehören abgesucht. Zusätzlich wurden Sperr - und Beobachtungszonen eingerichtet.
30/07 2007
Keine neuen Viren gefunden
In den letzten Tagen war es recht ruhig an der Vogelgrippe-Front. Es wurden keine neuen Fälle gemeldet. Trotzdem werden in allen ehemaligen Fundgebieten die Sperrzonen und Kontrollen gewissenhaft weitergeführt. Wir informieren Sie sofort über neue Erkenntnisse.
20/07 2007
Japan stoppt Geflügelimport
Japan hat alle Geflügel und Geflügelfleischimporte aus Deutschland gestoppt. Das Landwirtschaftsministeriums in Tokio erklärte, man möchte die Verbreitung des Virus unterbinden.
Japan achtet schon immer auf eine genaue Handelsüberwachung. Gerade der Befund bei Nutzgeflügel verstärkt die Bedrohung einer Einschleppung des Vogelgrippevirus durch Tiertransporte.
11/07 2007
Neue Risikobewertung für Deutschland
11.07.2007 Das Risiko einer Übertragung des H5N1 Vogelgrippevirus durch Wildvögel in Hausgeflügelbestände in Deutschland wird als hoch eingeschätzt. Da es zur Zeit keine Vogelzug gibt, ist es interessant wie innerhalb kurzer Zeit das Vogelgrippevirus in vier Bundesländern auftraten konnte. Teilweise trat das Vogelgrippe Virus epidemisch auf. Gleich mehrere hundert tote Wildvögel wurden gefunden.
Auszug aus der Risikoeinschätzung des FLI
"Der am FLI durchgeführte Vergleich von Sequenzen des HPAIV H5N1-Virus aus in Nürnberg bzw. im Leipziger Land (Frohburg) tot aufgefundenen Höckerschwänen ergab eine große Ähnlichkeit (mindestens
99,5% Übereinstimmung) des HA Gens dieser Viren. Es besteht eine starke phylogenetische Verwandtschaft mit Isolaten aus dem südlichen Sibirien und der Mongolei des Jahres 2006. Zusammen mit Isolaten eines Ausbruches bei Hühnern in Afghanistan bilden diese dabei einen phylogenetischen Cluster. Dieser Cluster ist darüber hinaus eng verwandt mit Isolaten aus dem Raum Krasnodar und Italien (Höckerschwan), die 2006 gewonnen wurden. In einer weiteren Untersuchung, die in enger Kooperation mit dem EUReferenzlabor
für aviäre Influenza in Weybridge (Vereinigtes Königreich) durchgeführt wurde, sind die oben genannten Sequenzen des HPAIV H5N1-Virus von Höckerschwänen aus Nürnberg bzw. dem Leipziger Land (Frohburg) mit denen des am 21.06.2007 positiv getesteten Truthahnbestandes in der Tschechischen
Republik (Tisová) verglichen worden. Auch hier ergab sich eine große Ähnlichkeit, das heißt eine Übereinstimmung von 99,2%. Der hohe Grad an Übereinstimmung weist auf einen gemeinsamen, bisher nicht identifizierten Ursprung dieser drei Viren hin."
Die komplette Bewertung des Friedrich-Loeffler-Instituts finden Sie hier >>>
08/07 2007
Thüringen: Hausgeflügel betroffen, 1.200 Tiere getötet
Nach der Bestätigung einer Infektion mit den Vogelgrippe Virus bei einer Hausgans wurden im Umkreis von 3 km um den Fundort durch Ämter, Feuerwehr und Polizei alle Geflügel duch eine Giftspritze getötet. Es war der erste Ausbruch des H5N1 Virus in einem Nutztierbestand seit einem Jahr. Verschärft wurde die Situation, alls bekannt wurde dass die mit den Vogelgrippe Symptomen gefundenen Tiere für therapeutische Zwecke in einem Wohnheim für geistig Behinderte gehalten wurden und diese sehr engen Kontakt mit den Tieren hatten. Gerade deshalb gab es oft enge Bindungen zu den Tieren die dann getötet werden mussten. Alle betroffenen menschen wurden untersucht - aber keine Hinweise auf eine Infektion festgestellt.
06/07 2007
Schon 153 Vogelgrippe Fälle festgestellt
Das Vogelgrippevirus breitet sich sehr schnell aus. Schon 153 Tiere wurden in Sachsen-Anhalt gefunden. Ein Befall in einem Nutztierbestand wird aktuell geprüft.
05/07 2007
Vogelgrippe im 4. Bundesland aufgetreten
In Sachsen-Anhalt ist der H5N-Vogelgrippe-Erreger an 38 Wildvögeln nachgewiesen worden. Damit ist Sachsen-Anhalt das vierte Bundesland, in dem innerhalb kurzer Zeit die Viren nachgewiesen wurden. Bei den toten Vögeln handelt es sich um Haubentaucher und Schwarzhalstaucher. Diese wurden am Stausee Kelbra im Südharz gefunden.
Durch die erneuten Funde wird mit Sicherheit die Risikobewertung in Deutschland hochgesetzt. Diese wird vom Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems erstellt.
Auch in Frankreich ist der Vogelgrippe Virus bei Schwänen entdeckt worden. Auch wie in Deutschland wurden Schutzzonen eingerichtet.
04/07 2007
Vogelgrippe in Thüringen
Bei einem toten Wildvogel, einem Schwarzhalstaucher, ist im Referenzlabor auf der Insel Riems das H5N1 Vogelgrippevirus bestätigt worden. Der Vogel wurde am Donnerstag an der Talsperre Kelbra im Kyffhäuserkreis tot aufgefunden. Um die Fundstelle ist wie üblich eine 3 km Sperrzone und eien 10 km Beobachtungszone eingerichtet worden.
Ältere News 2007
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