Vogelgrippe NEWS Mai und Juni 2007

28/06 2007

Aktueller Stand: H5N1 Erreger in Deutschland aufgetreten.

In der Nähe von Nürnberg wurde der Vogelgrippe Erreger bei 8 Wildvögeln nachgewiesen - in Sachsen in der Nähe von Leipzig bei 3 Schwänen. Alle Funde wurden vor Ort positiv auf den Vogelgrippe Erreger getestet und dann auf der Insel Riems am Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) bestätigt.
Um die Fundstellen sind Sperrzonen eingerichtet worden. In diesen dürfen Haustiere nicht frei rumlaufen und Geflügel muss i nStällen untergebracht werden. Weiterhin wurden Beobachtungszonen eingerichtet sowie alle Transport- und Verkaufswege geprüft.Es zeichnet sich langsam ab, das die Verbreitung des Virus weniger auf Zugvögel beschränkt ist sondern eher auf Handelswege zurück zuführen ist.

28/06 2007

Verbindung der Virustypen

Wie schon vermutet wurde, mehren sich die Berichte, dass das H5N1 Virus aus den Nürnberger Geflügelfunden ähnlich mit dem Erreger ist, der in Tschechien aufgetreten ist. Untersucht wurden die Handels und Transportwege für Geflügel. Zeitgleich traten in einem Hühnerzuchtbetrieb in Tschechien mit 28000 Tieren bei 60 Tieren erneut das H5N1 Virus auf. Der Betrieb liegt nur knapp 5 km von einer Truthahnfarm entfernt, in der vor ca. einer Woche das Vogelgrippevirus entdeckt wurde. In der Nähe von Nürnberg wurde der Vogelgrippe Erreger bei 8 Wildvögeln nachgewiesen - in Sachsen in der Nähe von Leipzig bei 3 Schwänen. Wissenschaftler prüfen aktuell, welchen Ursprung die Erreger aus Sachsen haben.

26/06 2007

Vogelgrippe auch in Sachsen

Auch in Sachsen ist infiziertes Geflügel gefunden worden. In der Nähe von Leipzig sind drei tote Schwäne mit einen Test auf das Vogelgrippevirus H5N1 positiv getestet worden. Zur Zeit werden die abschließenden Tests auf der Insel Riems durchgeführt. Danach wird über weitere Maßnahmen entschieden.



25/06 2007

Neue Erkenntnisse zum Vogelgrippeausbruch in Deutschland

Von den 14 gefunden Vögeln, die den Verdacht einer Vogelgrippeinfektion aufwiesen, sind bei 6 Wildvögeln die gefährliche H5N1 Variante nachgewiesen worden. Das betrifft eine Gans und fünf Schwäne. Die Tiere wurden nach einer ersten Untersuchung in Mittelfranken dann an das nationale Referenzlabor am Friedrich-Loeffler-Institut auf der Insel Riems verschickt. Fachleute weisen immerwieder darauf hin, dass das Virus nicht einfach verschwindet, auch wenn es mehrere Monate in Deutschland nicht aufgetreten ist. Verwunderlich ist nur, dass es mitten im Sommer ausbricht, da sich das Virus bei warmen Temperaturen nur wenige Tage hält - im Gegensatz zum Winter, wo das Virus mehrere Wochen überleben kann. Zumal aktuell keine Zugvögel aktiv sind - die als einer der Haupttransportgründe gelten. Zusätzlich zu den Sperrbezirken gilt eine Leinenpflich für Hunde und Katzen sowie eine Stallpflicht für Geflügel.

24/06 2007

!!! Vogelgrippe in Deutschland aufgetreten !!!

Erstmals seit über einem Jahr sind in Deutschland wieder Fälle des H5N1 Virus aufgetreten. In der Nähe von Nürnberg, am Wöhrder See und an einem nahe gelegen Weiher sind 7 tote Wasservögel entdeckt worden, die mit dem H5N1 Erreger infiziert waren. Aktuell sind die toten Vögel zur genaueren Untersuchung an das Friedrich-Löffler-Institut auf der Insel Riems verbracht worden. Endgültige Ergebnisse werden heute im Laufe des Tages erwartet. Am Fundort ist um die betroffenen Gebiete ein Sperrbezirk eingerichtet worden, in Nürnberg selbst ist ein Beobachtungsgebiet eingerichtet worden. In dem Sperrbezirk gelten 21 Tage lang in einem Radius von vier Kilometern um die Fundorte besondere Vorschriften für Geflügelhalter. So gilt unter anderem die Anweisung, Desinfektionswannen aufzustellen und keine Fremden in die Ställe zu führen. Hunde und Katzen dürfen in dem Sperrbezirk nicht frei umherlaufen.

12/06 2007

Mädchen in Ägypten gestorben

Seit dem ersten Auftreten im jahr 2006 sind in Ägypten 15 Menschen an dem H5N1 Virus verstorben. Das Mädchen aus dem Süden des Landes hatte im Elternhaus viel Kontakt mit Geflügel und wurde auch erst 10 Tage nach dem Auftreten der Symptome ins Krankenhaus gebracht.



29/05 2007

Fortschritt bei der Impfstoffentwicklung

Einem Medizinerteam aus mehreren Ländern ist ein großer Erfolg zur Bekämpfung der Vogelgrippe gelungen. Aus dem Blut von überlebenden Vogelgrippepatienten konnten die Wissenschaftler Antikörper gegen H5N1 isoliert. In Laborversuchen konnte der Impfstoff das Virus bereits außer Gefecht setzten. >>> Impfung Mensch

25/05 2007

Vogelgrippeentwicklung langsam unter Kontrolle

Die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) gibt an, dass die Vogelgrippen-Epidemie zur Zeit unter Kontrolle ist. Weltweit habe sich die Lage mit dem tödlichen H5N1-Virus stabilisiert, erklärte die OIE. Die OIE empfahl ihren 168 Mitgliedsstaaten aber weiterhin, wachsam zu bleiben. Viele betroffene Länder sind gut vorbereitet und die Kommunikationswege funktionieren. Die Krankheit tritt demnach zur Zeit noch in Indonesien, Ägypten und Nigeria in größerem Maße auf.

21/05 2007

11.000 Hühner in China gestorben

Die Nachrichtenagentur Xinhua meldete am Samstag, dass in der Provinz Hunan (Zentralchina) ein massiver Vogelgrippeausbruch stattgefunden hat.Der Ausbruch in der Ortschaft Shijiping ist der erste in China seit knapp drei Monaten. Ca. 11000 Hühner sind gestorben, ca.53000 Hüner wurden vorsorglich getötet. Aus Asien werden immer wieder Fälle von Vogelgrippeinfektionen gemeldet.

15/05 2007

WHO-Konferenz diskutiert über Vogelgrippe

Die Vogelgrippe und ihre Auswirkungen sind der Schwerpunkt der am Montag in Genf begonnenen Jahreskonferenz der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Delegierte aus 193 Ländern befassen sich unter anderem mit Maßnahmen gegen eine mögliche Grippe-Pandemie.

Eine menschliche Vogelgrippe-Pandemie stellt für die Gesundheit weltweit noch immer die grösste Bedrohung dar. Dies sagte ein Schweizer Vertreter vor Beginn der 60. Versammlung der WHO. Auch wenn die Vogelgrippe in den letzten Monaten nicht in den Schlagzeilen stand, wird sie die 10-tägige Sitzung der Weltgesundheits-Organisation dominieren, die am Montag in Genf beginnt.

Zwei Themen, über die an der Tagung heftig debattiert werden dürfte, sind der Zugang zu Virusproben und zu Impfungen.
Indonesien, das am meisten Vogelgrippe-Opfer zu beklagen hat, verlangt besseren Zugang zu Impfungen. Als Gegenleistung bietet es Virusproben.
An einem WHO-Treffen von Ende letztem Monat wurde beschlossen, dass die Weltorganisation die Möglichkeit eines internationalen Vorrats an Impfstoff prüfen solle, um die nationalen Anstrengungen zu unterstützen. Auch dies wird an der Konferenz diskutiert.

01/05 2007

Neue Risikobewertung für Deutschland

Neue Risikobewertung des Friedrich-Loeffler-Instituts:
 
Insel Riems. In seiner aktuellen Bewertung zur Einschleppung von hochpathogenem aviärem Influenzavirus H5N1 („Vogelgrippe“) in Nutzgeflügelbestände in Deutschland stuft das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) das Risiko durch Wildvögel insgesamt als mäßig ein. Damit sinkt die Risikoeinschätzung im Vergleich zum Februar um eine Stufe. Seit August 2006 wurden in Europa keine Fälle von hochpathogenem H5N1 bei Wildvögeln mehr festgestellt. „Wir können trotzdem nicht ausschließen, dass das Virus bei Wildvögeln noch auf niedrigem Niveau vorhanden ist,“ sagt Prof. Thomas C. Mettenleiter, Präsident des FLI.  Dies zeigten die Ausbrüche in Ungarn im Frühjahr 2007. Selbst bei höheren Probenzahlen könne das Monitoring, also  die Untersuchung lebender und tot aufgefundener Wildvögel, lediglich Stichproben liefern. Weiterhin sei es wichtig, nicht nur H5N1 im Auge zu behalten, sondern aviäre Influenzaviren generell. Aus bei Wildvögeln vorkommenden geringpathogenen, also nicht krankmachenden Viren der Subtypen H5 und H7, können durch Mutation jederzeit hochpathogene Geflügelpestviren entstehen.
Nach Einschätzung des FLI ermöglicht die veränderte Risikolage eine zeitnahe Lockerung des derzeit geltenden Aufstallungsgebotes. Dieses könnte dann nur noch in bestimmten Risikogebieten gelten.
In der aktuellen Bewertung unterscheidet das FLI zwischen dem Risiko durch Zugvögel und Wildvögel. Während nach fast abgeschlossenem Frühjahrszug das Einschleppungsrisiko über Zugvögel als gering eingeschätzt wird, stellt der Kontakt von Hausgeflügel zu heimischen Wildvögeln ein mäßiges Einschleppungsrisiko dar. Der Ausbruch der Geflügelpest bei Gänsen in Ungarn im Januar 2007 weist aber darauf hin, dass H5N1 bei Wildvögeln weiterhin vorkommt. Als wahrscheinliche Ursache dieses Ausbruchs nennt die Weltorganisation für Tiergesundheit OIE den Viruseintrag durch Kontakt zu infizierten Wildvögeln.
Die ausführliche Risikobewertung und den dazugehörigen Lagebericht zur aviären Influenza stellt das FLI auf seiner Internetseite www.fli.bund.de zur Verfügung.



Ältere News 2007

Hier gelangen Sie zu älteren News aus dem Jahr 2007.


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