Vogelgrippe NEWS März und April 2007

23/04 2007

Westliche H5N1-Virus-Varianten unterscheiden sich von Asien-Varianten

Proben des Vogelgrippe H5N1 Virus aus Europa, Afrika und dem Nahen Osten unterscheiden sich wesentlich von den asiatischen Proben. Virusvarianten aus Europa, den Nahen Osten und Afrika - die Abkürzung Ema - hat einen gemeinsamen Ursprung in Asien.Vergleich des Erbguts verschiedener H5N1-Proben zeigen aber erhebliche Unterschiede. Die Forscher entdeckten einen H5N1-Stammbaum, der aus drei Hauptästen besteht, zwei davon kommen in Asien vor, der dritte ist der Ema-Stamm. Der Ema-Stamm unterteilt sich in jene drei Unteräste, die untereinander stärker verwandt sind als mit den Erregern der anderen beiden Stämme in Asien. Zu erkennen ist auch, das sich in Asien Unterarten entwickeln, die zwar Säugetiere anstecken - diese aber nicht erkranken.

19/04 2007

USA sorgt bei H5N1 vor

In Amerika hat der erste Impfstoff gegen Vogelgrippe beim Menschen eine beschränkte Zulassung in einem Pandemiefall erhalten. Der von Sanofi-Aventis hergestellte Impfstoff wird nicht im Handel erhältlich sein. Er wird von der Regierung gelagert für den Fall, dass das H5N1-Virus mutiert und von einem Menschen zum anderen übertragen werden kann. Die FDA erklärte, dass zwei Injektionen in einem Abstand von 28 Tagen einen teilweisen Schutz bieten könnten. Fast die Hälfte der Teilnehmer einer Studie zeigten eine Immunreaktion auf das Virus. Die derzeit erforderliche Dosis ist höher als bei normalen Grippeimpfungen. Das US Department of Health and Human Services gab bekannt, dass bereits 13 Mio. Einheiten des Impfstoffes angekauft wurden. Diese Menge reicht aus, um ca.6 Mio. Menschen zu impfen. Der Impfstoff wurde für Erwachsene zwischen 18 und 64 Jahren zugelassen. Ob eine Impfung in anderen Altersgruppen möglich ist wird aktuell geprüft. Zu den häufigsten Nebenwirkungen gehören laut FDA Schmerzen an der Einstichstelle, Kopfschmerzen, ein allgemeines Krankheitsgefühl und Muskelschmerzen.

11/04 2007

Vogelgrippe in der USA

In einem Geflügelbetrieb im Bundesstaat West Virginia sind bei aktuell 25000 Stück Geflügel der schwach patogener Vogelgrippe-Erreger vom Typ H5N2 festgestellt worden. Auch wenn bei keinem der Tiere die Krankheit ausgebrochen war, wurden alle Vögel vorsorglich getötet. Während einer Untersuchungen vor einer normalen Schlachtung wurde die Infektion mit dem H5N2 Virus festgestellt.

02/04 2007

Aktuelle Lage in Deutschland

Die Bundesregierung schätzt das Risiko wegen der weiter bestehenden Seuche in Südostasien und nach Fällen in Ungarn Anfang 2007 weiter sehr hoch ein. Die Stallpflicht besteht aktuell bis Oktober 2007. Die Länder können jedoch Ausnahmen zulassen. Das Vogelgrippe-Virus H5N1 war zuletzt im August 2006 in Deutschland bei einem Schwan im Dresdner Zoo festgestellt worden.

02/04 2007

Ägypten: 3 Kinder an H5N1 infiziert

In Ägypten haben sich drei Kinder mit dem Vogelgrippe Virus H5N1 infiziert. Somit wurde in Ägypten die Krankheit damit bei 33 Menschen diagnostiziert. Bei den drei neuen Fällen handelt es sich um einen Vierjährigen aus der südlichen Provinz Kena, eine Vierjährige aus der nördlich von Kairo gelegenen Provinz Kaljubija und einen Siebenjährigen aus der südägyptischen Stadt Suhak.



29/03 2007

3 weitere Menschen am H5N1 Virus gestorben

Zwei Tote sind aus Indonesien, es handle es sich um einen 14-jährigen Jungen und eine 28-jährige Frau. Damit ist die Zahl der Todesopfer der gefährlichen Viruserkrankung in dem Land auf 71 gestiegen. Die meisten Todesfälle sind aus Indonesien zu verzeichnen. Zurzeit verstärkte die Regierung ihre Bemühungen, die Verbreitung des H5N1-Virus zu verhindern.

Ein Toter wurde von staatlichen Stellen aus China gemeldet.
Der 16-jährige Schüler aus der westchinesischen Provinz Anhui war bereits am Dienstag gestorben. In China steigt die Zahl damit auf 15 Vogelgrippetote.

Der Schüler hatte Symptomen einer Lungenentzündung, Fieber und Muskelschmerzen. Labortests des chinesischen Gesundheitsamtes hätten das H5N1-Virus nachgewiesen. Alle Kontaktpersonen stehen unter Beobachtung.

18/03 2007

Indonesier an Vogelgrippe gestorben

In Indonesien ist ein 32-jähriger Mann an der Vogelgrippe gestorben. Damit sei die Zahl der nachgewiesenen Todesfälle durch das Virus im Land auf 65 gestiegen. Der Mann aus Jakarta ist am Donnerstag in einem Krankenhaus der Hauptstadt verstorben. Er hatte Vögel als Haustiere gehalten. Ob seine eigenen Vögel an der Vogelgrippe erkrankt sind, stand noch nicht fest.
 
In Indonesien ist das H5N1-Virus bereits in vielen der 33 Provinzen nachgewiesen worden. Nach einem rasanten Anstieg der Todesfälle beim Menschen seit Beginn des Jahres verstärkte die Regierung ihre Bemühungen, der Verbreitung der Vogelgrippe entgegenzuwirken. Unter anderem wurde die private Geflügelhaltung in Hinterhöfen in Jakarta und den angrenzenden Provinzen verboten. Zudem wurden verstärkt Tiere getötet.
 
Weltweit sind seit 2003 nachweislich rund 170 Menschen an der Vogelgrippe gestorben, vorwiegend in Asien. Mindestens 200 Millionen Vögel verendeten durch die Krankheit oder wurden vorsorglich getötet.

05/03 2007

Einschätzung zur Impfsituation

Nach einer, im Oktober 2006 in Auftrag gegebene
Feldstudie zum praxisrelevanten Einsatz von zugelassenen Impfstoffen
durch das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI)wurde jetzt folgendes bekannt. Zur Zeit ist kein verlässlicher Impfstoff gegen die Vogelgrippe verfügbar. Das Pilotprojekt zeigt nach Aussage des verantwortlichen Wissenschaftlers des FLI, Dr.
Martin Beer, dass nur ein teilweiser Impfschutz nachweisbar ist. Die
geimpften Tiere können selbst bei zweimaliger Impfung genügend Viren
ausscheiden, um zugestellte ungeimpfte Tiere zu infizieren. Nach der
Aussage von Dr. Beer ist frühestens in zwei Jahren mit einem
anwendbaren Impfstoff zu rechnen.



05/03 2007

Stallpflicht bis 31.10.2007 verlängert

Bei der Geflügelaufstellungsverordnung aus dem Jahr 2006 eingeleiteten
Schutzmaßnahmen wird die Geltungsdauer um acht Monate bis zum 31.Oktober 2007 durch die bestehenden Ein- und
Verschleppungsgefahr der Geflügelpest verlängert.

02/03 2007

Vogelgrippe erneut in China und Ägypten

In China und Ägypten ist erneut ein Fall von Vogelgrippe beim Menschen aufgetreten. In der chinesischen Provinz Fujian infizierte sich Mensch mit dem gefährlichen H5N1-Virus.
Der letzte Fall von H5N1 beim Menschen in China wurde vor sieben Wochen festgestellt. Der erkrankte Bauer erholte sich von der Infektion.

In der ägyptischen Ortschaft Nabaruh im Nildelta infizierte sich ein vierjähriges Mädchen mit dem Vogelgrippe-Virus H5N1. Das Mädchen werde in einem Spital in Kairo behandelt.
Es handelt sich um den 23. Fall einer Vogelgrippe-Infektion bei Menschen in Ägypten seit 2005. 13 der Erkrankten starben.

Erstmals seit einem Jahr brach auch in Burma das aggressive Virus H5N1 aus. Vorsorglich seien auf der betroffenen Farm in einem Vorort von Rangun alle 1500 Hühner und Enten getötet worden.

Das Virus sei wahrscheinlich durch Zugvögel übertragen worden. Menschen in dem südostasiatischen Land hätten sich offenbar nicht angesteckt.

Ältere News 2007

Hier gelangen Sie zu älteren News aus dem Jahr 2007.




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