Vogelgrippe NEWS Januar und Februar 2007
27/02 2007
Vogelgrippe in Kuwait ausgebrochen
In Kuwait ist bei 20 Falken, Hühnern und Truthähnen das tödliche Vogelgrippevirus entdeckt worden. Die infizierten Tiere stammten aus einem Zoo, von Bauernhöfen und einer Tierklinik. Menschen seien nicht erkrankt. Zoo und Geflügelmärkte sollen nun vorläufig geschlossen sowie der Im- und Exporte von Vögeln gestoppt werden.
22/02 2007
Neue Empfehlung zum Schutz von Beschäftigten in gefährdeten Berufen
Aufgrund einer aktuellen Gefahreneinschätzung wurde der ABAS-Beschluss 608 "Empfehlung spezieller Maßnahmen zum Schutz der Beschäftigten vor Infektionen durch hochpathogene aviäre Influenzaviren" angepasst.
Das Dokument finden Sie unter Vogelgrippe - Unterlagen.
21/02 2007
Vogelgrippe Ausbreitung in Russland
Die Vogelgrippe in Russland breitet sich aus. Schon an sieben verschiedenen Stellen wurde der gefährliche H5N1 Erreger nachgewiesen. Ausgangspunkt war ein Moskauer Geflügelmarkt, 1400 Vögel von diesem Geflügelmarkt und 200 weitere Vögel seien getötet worden. Mehr als 5100 Menschen, die in Kontakt mit infizierten Tieren gekommen seien, würden untersucht. Bereits am Samstag war auf zwei Bauernhöfen in der Nähe von Moskau die Vogelgrippe nachgewiesen worden. Es war der erste Ausbruch der gefährlichen Seuche in der Nähe der russischen Hauptstadt.
Weißrussland und die Ukraine haben inzwischen die Einfuhr von Geflügel und Geflügelprodukten aus dem Gebiet Moskau verboten.
09/02 2007
Neue Risikoeinschätzung
Das Risiko für die Verbreitung der Vogelgrippe in deutsche Nutzgeflügelbestände bleibt weiter hoch.
Die größte Gefahr geht nach Einschätzung der Riemser Forscher weiterhin von Wild- und Zugvögeln sowie illegalen Einfuhren von lebendem Geflügel und Geflügelprodukten aus Vogelgrippe-Ländern aus. Durch den Vogelgrippe Ausbruch in Großbritannien ändert sich die Risikobewertung beim Personen- und Fahrzeugverkehr. Das Risiko wurde von gering auf mäßig erhöht. Die Sicherheitsmaßnahmen in deutschen Geflügelhaltungen bleiben weiter auf hohem Niveau. Die Fälle in Ungarn und in Großbritannien belegten, dass der H5N1-Erreger weiterhin in Europa präsent ist. Es sei damit zu rechnen, dass sich der Erreger weiter über Wildvögel und andere Überträger verbreitet.
09/02 2007
Vogelgrippe in der Türkei und Ägypten
Nachdem im Südosten der Türkei das H5N1 Virus bei Geflügel nachgewiesen wurde ist auch bei Menschen das H5N1 Virus festgestellt worden. In dem betroffenen Dorf Bogazköy wurde das Hausgeflügel getötet und alle Häuser und Ställe desinfiziert. Vier Kinder wurden vorsorglich ins Krankenhaus gebracht.
In dem Dorf in der südostanatolischen Provinz Batman waren seit Anfang der Woche 170 Hühner und anderes Geflügel verendet. In den Proben wies ein türkisches Labor nun das H5N1-Virus nach. Im Umkreis von zehn Kilometern um das Dorf Bogazköy ordneten die Behörden eine strikte Quarantäne an. Bislang wurden knapp 1000 Hühner, Puten, Enten und Gänse getötet und vergraben. Es wird vermutet, dass die Tierseuche von Zugvögeln eingeschleppt.
In Ägypten registrierten die Gesundheitsbehörden sechs neue Verdachtsfälle bei Menschen.
Eine Kairoer Zeitung berichtete, die aus verschiedenen Provinzen stammenden Erkrankten hätten alle zu Hause Enten oder Hühner gezüchtet. Bei einem Mann sei das Virus bereits nachgewiesen worden.
06/02 2007
Ausbruch in England geklärt
Nachdem doch alle 160.000 Puten in dem Zuchtbetrieb in England getötet wurden, ist mit Hochdruck geprüft worden, woher der Erreger H5N1 stammt. Nach Angaben der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) ist es das gleiche Virus, dass vor vor zwei Wochen in Ungarn entdeckt wurde. Hierbei handelt es sich um den hochpathogenen asiatische Virustyp H5N1. Somit steht fest, dass der Erreger aus Ungarn über Tiertransporte verbreitet wurde.
Südkorea, Russland, Indonesien, Japan und Irland und Hongkong haben ein Importstopp für britisches Geflügel verhängt.
02/02 2007
Vogelgrippe in England
2500 Puten sind auf einem englischen Geflügelhof am H5N1 Virus gestorben. Der Vogelgrippe-Erreger H5N1 trat im größten Truthahn-Mastbetrieb Europas, im Osten Englands auf. Die Regierung hat alle Schutzmaßnahmen in die Wege geleitet, um eine Ausbreitung der Tierseuche zu verhindern. 160.000 Truthähnen werden in dem Mastbetrieb gehalten. Aktuell ist aber nur einer der 22 Ställe betroffen. Es ist die zweite Meldung eines Falles in der EU seit Anfang des Jahres.
24/01 2007
Vogelgrippe in Ungarn ausgebrochen
Vogelgrippe in Ungarn ausgebrochen
Es ist der erste Fall von Vogelgrippe in diesem Jahr in der EU, und möglicherweise auch der erste neue Fund jenes Erregers, der letzten Winter in Europa Angst verbreitet hatte: Über 3000 Gänse in Süden Ungarns wurden vorsorglich getötet. Experten in Großbritannien untersuchen jetzt das Virus.
Brüssel - Es handelt sich um den ersten Ausbruch von Vogelgrippe auf EU-Gebiet in diesem Jahr: Im Südosten Ungarns sind auffallend viele Tiere einer Gänsefarm verendet. Am Montag und Dienstag haben die örtlichen Behörden den gesamten Bestand von über 3000 Tieren töten lassen. Ob es sich bei der Erkrankung allerdings auch um den ersten Fall von H5N1 in der EU seit letztem Sommer handelt, muss noch geklärt werden.
Ein Virus des H5-Stamms sei als Erreger identifiziert worden, teilte die EU-Kommission mit und berief sich dabei auf die ungarischen Behörden. Experten im europäischen Referenzlabor im englischen Weybridge prüfen nun, ob es sich um das für den Menschen gefährliche H5N1-Virus handelt. Erst dieser Befund gilt als verbindlich für den genauen Typ des Erregers - und damit auch für die Einschätzung, wie gefährlich er ist.
Allerdings zitierte die Nachrichtenagentur Reuters einen EU-Vertreter mit den Worten: "Die Kommission wurde heute von den ungarischen Behörden über einen Ausbruch hoch krankheitserregender Vogelgrippe im Bezirk Csongrad informiert." Auf Nachfrage sei bestätigt worden, dass es sich dabei um H5N1 handele, teilte Reuters mit. Den genauen Virustyp zu bestätigen, bevor die Analyse von einem Referenzlabor nachvollzogen worden ist, stellt ein Abweichen vom üblichen Prozedere dar. Nach Angaben der Nachrichtenagentur AP sagte der ungarische Landwirtschaftsminister: Vogelgrippe-Tests hätten einen hoch krankheitserregenden H5-Typ angezeigt, der in Anbetracht älterer Testergebnisse zum gefährlichen N1-Strang gehöre. In anderen Berichten war indes nur von H5 die Rede.
Quelle: Spiegel
stx/AFP/AP/rtr
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