Vogelgrippe Impfung für Menschen
Gibt es eine Vogelgrippeimpfung?
Nein, eine Vogelgrippeimpfung gibt es nicht. Da eine Impfung gegen Vogelgrippe neben der Hygiene die wichtigste Waffe gegen die Vogelgrippe ist, wird mit Hochdruck an der Entwicklung eines Vogelgrippeimpfstoff gearbeitet.
Schützt eine normale Grippeimpfung?
Nein, aber Grippe-Impfung sind für Menschen wichtig, die ständigen Kontakt zu Geflügel haben, krank oder alt sind, denn eine Impfung verhindert Doppelinfektionen mit menschlichen Grippeerregern und dem Vogelgrippe-Virus.
Auch geimpft werden Einsatzkräfte von Behörden wie Veterinärämter, Feuerwehr, THW, Polizei usw.
Die Influenza-Viren können sich sehr schnell in ihren Eigenschaften verändern.
Am meisten wird eine Verschmelzung eines Vogelgrippe-Virus mit einem Human-Virus beführchtet. Daraus können Viren entstehen, die sich besonders schnell weiter verbreiten, hochgradig krank machen und zu den gefürchteten Pandemien führen können.
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Amerikanische Forscher und Wissenschaftler sind bei der Entwicklung eines Vogelgrippeimpfstoffs weit fortgeschritten.
Die Pittsburgher Forscher nahmen Adenoviren, also harmlosen Schnupfenerreger, als Transportmittel für ein Gen des H5N1-Virus. Die Adenoviren können in Zelllinien gezüchtet werden. Das vereinfacht die Impfstoffherstellung und beschleunigt sie. Die Gruppe um Andrea Gambotto von der Universität Pittsburgh benötigte nach eigenen Angaben nur 36 Tage bis zur Produktion der Seren. 70 Tage nach der Impfung waren die Mäuse gegen den Stamm VN/1203/04 des Vogelgrippe-Erregers H5N1 immun. Hühner waren bereits 21 Tage nach der Impfung vor einer Vogelgrippe geschützt.
Auch der in „The Lancet“ vorgestellte Impfstoff erzielte in Tests mit Mäusen gute Wirkung. Wie Gambotto und Mitarbeiter setzen auch Suryaprakash Sambhara von den CDC und Mitarbeiter auf ein Gen des Vogelgrippe-Virus und auf Schnupfenviren als Transporter. Die geimpften Mäuse überlebten den Kontakt mit den tödlichen Vogelgrippe-Viren. Innerhalb von vier Tagen waren sämtliche Viren aus der Lunge der Tiere verschwunden. Gegenüber der Presse verkündete Sambhara, dass der Impfstoff für verschiedene Unter-Varianten des Vogelgrippe-Virus einsetzbar sei, und seine Gruppe ihn innerhalb von fünf bis sieben Wochen herstellen könnte.
Auch aus Europa werden Ergebnisse bei der Entwicklung eines Vogelgrippeimpfstoffs gemeldet.
In Belgien arbeiten Wissenschaftler an einem hoffnungsvollen Impfstoff.
Der Impfstoff ist universal, das heißt, er wird die Menschen vorbeugend vor allen möglichen Influenzaviren schützen und das ca. 10 Jahre lang.Der Impfstoff basiert auf einem dritten Protein, das sich auf der Hülle des Virus befindet, das M2. In den vergangenen 80 Jahren ist dieses Eiweiß bei allen menschlichen Influenza-Viren unverändert geblieben. Dadurch funktioniert die Impfung gegen alle Arten von Grippenviren gleichermaßen. Der Mensch entwickelt also Antikörper gegen Moleküle, die sich in jedem Grippenvirus befinden. Das Serum wird sehr schnell und massenhaft in einer Bakterie produziert. Innerhalb eines Monats könnte man genug Dosen für mehrere 100 000 Menschen fertig haben. Das geht sechs mal schneller als die klassische Methode und man braucht keine Unmengen Eier. Man kann den Impfstoff tiefgekühlt lagern. Aber auch im Kühlschrank hält er sich lange Zeit. Aktuell läuft die Forschung an Tieren schon viele Jahre. In ca. 7 Jahren wird das Produkt auf dem Markt sein. Das Mittel wird es als Nasentropfen angewandt.
Fortschritt bei der Impfstoffentwicklung
29.05. 2007 Einem Medizinerteam aus mehreren Ländern ist ein großer Erfolg zur Bekämpfung der Vogelgrippe gelungen. Aus dem Blut von überlebenden Vogelgrippepatienten konnten die Wissenschaftler Antikörper gegen H5N1 isoliert. In Laborversuchen konnte der Impfstoff das Virus bereits außer Gefecht setzten. Somit könnte man Erkrankten erstmals helfen.
Antikörper, die aus dem Blut zweier vietnamesischer Patienten gewonnen wurden, konnten im Labor Mäuse vor einer Infektion mit dem Virus schützten. Zwanzig bereits erkrankte Mäuse erholten sich durch Impfung während die zwanzig infizierten Mäuse einer Kontrollgruppe alle starben. Leider wird diese Methode nicht zur Bekämpfung einer Pandemie eingesetzt werden können da diese Methode zu teuer und zu aufwändig ist. Für gezielte Impfungen iszt diese Entdeckung aber ein großer Schritt. Aktuell forschen viele Wissenschaftler weiter an einem Impfstoff.
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