Entstehung und Verbreitung des H5N1 Virus

Lesen Sie hier nun mehr über die Verbreitung der Vogelgrippe:
Die Geflügelpest wurde erstmals 1878 in Italien beobachtet. Nach wiederholten Ausbrüchen in den 1930er Jahren in Europa, Amerika und Asien und 1959 in Großbritannien, tauchte das Virus erst wieder 1983 in Irland und den USA auf.  Je eine weitere Ausbreitung gab es 1992 in Mexiko und 1997 in Hongkong. Ca.1996 entstand die hoch pathogene Variante von A/H5N1 unter Zuchtgeflügel. Die Seuche kann zunächst eingedämmt werden, kehrt aber ab Dezember 2003 wieder zurück, zunächst nach Südkorea.



Vogelgrippe in Asien

Im Jahr 2004 verbreitet sich H5N1 in Ost- und Südostasien, besonders betroffen waren Vietnam, China, Thailand, Indonesien, Kambodscha und Malaysia. Mehrere Ausbrüche wurden aus Süd-Korea in der Tierhaltung gemeldet, wobei die Vogelgrippe Ausbreitung dort gefördert wurde, unter dem Zugweg von Millionen von Vögeln aus Russland, Kasachstan und der Mongolei, die zu dieser Zeit nach Süden zogen. Am 10. Januar 2007 wurde erstmals seit Anfang 2004 auch aus Japan wieder ein H5N1-Ausbruch in einer 12 000 Tiere umfassenden Geflügelhaltung gemeldet. Japan war seit 2004 frei von H5N1 geblieben sei, nachdem das Land strenge Kontrollen bei Geflügelimporten eingeführt habe. Japan liege aber im Gebiet von Vogelzügen aus Südchina und anderen Gebieten mit wiederholten H5N1-Ausbrüchen. Die Ornithologen schließen daraus, dass als Ursache für die H5N1-Ausbreitung sehr wohl auch Geflügeltransporte, kontaminierte Transportbehältnisse und infektiöser Abfall infrage kommen könnten.

Vogelgrippe in Afrika

Am 8.2.06 tritt H5N1 erstmals in Nigeria auf. Gerade hier zeigt sich, dass nicht nur Zugvögel das Virus übertragen können. Als wahrscheinlichste Herkunftsgebiete der Virusstämme wurden zwei unabhängige Einbringungen aus Südostasien/Sibirien sowie eine dritte aus Europa/Ägypten identifiziert. Nigerianische Geflügelfarmen importieren Bruteier aus dem Ausland, unter anderem aus der Türkei. Die Geflügelzucht ist nach dem Erdöl zwar der zweitwichtigste Wirtschaftsfaktor des Landes, jedoch finden keine verlässlichen Einfuhrkontrollen statt.

Weitere Ausbrüche wurden danach aus Niger, Ägypten, Kamerun, Sudan, Burkina Faso, Dschibuti und Elfenbeinküste bekannt.

Vogelgrippe in Europa

Im Juli/ August 2005 wird H5N1 erstmals im asiatischen Teil Russlands, der Mongolei und Kasachstan entdeckt, im Herbst und Winter 2005 erreicht H5N1 Europa. Ab Oktober 2005 gab es H5N1-Infektionen unter Geflügel in Rumänien, in Kroatien und in der Türkei. In Osteuropa wurden aus Rumänien besonders viele Ausbrüche gemeldet, was - auch bei der Ausbreitung im Land selbst - auf ein mangelhaftes Krisenmanagement zurückgeführt wurde. Betroffen von H5N1-Infektionen waren auch Polen, Ungarn, die Slowakei, Slowenien, Bulgarien, Albanien, und Serbien.
Aus Sibirien und aus den Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion wurden im ersten Halbjahr 2006 nur wenige H5N1-Infektionen bekannt. Die größten bekannt gewordene Vogelgrippe Ausbreitung ereigneten sich in Aserbaidschan am Kaspischen Meer, wo im Februar 2006 laut offiziellen Angaben des Landwirtschaftsministeriums in Baku 300.000 Zuchttiere getötet wurden.

Bisherige Untersuchungen zum Erbgut des Vogelgrippe-Erregers waren meist an Proben aus Südostasien vorgenommen worden. Von dort gelangte das Virus offenbar über einen einzigen Weg nach Westen. Die Quelle liegt entweder im asiatischen Teil Russlands oder in der chinesischen Provinz Quinghai. Den weiteren Weg nach Westen - von Zentralasien aus in den europäischen Teil Russlands oder in den Nahen Osten - hat das Virus offenbar drei Mal unabhängig geschafft.

Europa im Überblick
Am 11.02.2006 Italien und Griechenland.
Am 14.02.2006 Deutschland, Insel Rügen
Am 19.02.2006 Frankreich, Lyon
Am 26.02.2006 Schweiz, Genf
Am 27.02.2006 Kroatien
Am 15.03.2006 Schweden - Dänemark

Vogelgrippe in Deutschland

24.06.2007

In der Nähe von Nürnberg, am Wöhrder See und an einem nahe gelegen Weiher sind 7 tote Wasservögel entdeckt worden, die mit dem H5N1 Erreger infiziert waren.

04.07.2007

Bei einem toten Wildvogel, einem Schwarzhalstaucher, ist im Referenzlabor auf der Insel Riems das H5N1 Vogelgrippevirus bestätigt worden. Der Vogel wurde am Donnerstag an der Talsperre Kelbra im Kyffhäuserkreis tot aufgefunden.

05.07.2007

In Sachsen-Anhalt ist der H5N-Vogelgrippe-Erreger an 38 Wildvögeln nachgewiesen worden. Damit ist Sachsen-Anhalt das vierte Bundesland, in dem innerhalb kurzer Zeit die Viren nachgewiesen wurden.

27.08.2007

In der Nähe von Erlangen (Bayern) sind in einem Entenzuchtbetrieb verendete Enten gefunden worden und auf H5N1 positiv getestete worden. Ein zweiter Test vom RKI brachte Gewissheit. Somit wurde am Samstagabend begonnen, alle 160000 Enten zu töten.

10.09.2007

Am Samstag Abend begann in Bayern, in der Nähe von Hofing die Tötung von ca. 205000 Enten. Nachdem bei Zulieferbetrieben tote Vögel mit dem H5N1 Vogelgrippevirus gefunden wurden.

 

Hier finden Sie weitere Artikel und Angebote zum Thema Vogelgrippe.


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Ausbreitung über Zugvögel

Für Europa gefährlich sind keine Zugvögel aus Asien. Normalerweise ziehen keine Vögel aus Asien nach Europa. Anders sieht es mit Zugvögeln aus dem Uralgebiet aus. Dort verbringen viele Vögel den Sommer. Über die osteuropäischen Staaten hinweg bewegen sich die Vogelschwärme nach Mittel und Westeuropa. Grund ist die milde Witterung auch im Winter.

Ausbreitung über Handel

Weltweit werden Tiere, Federn, Eier und Geflügelfleisch gehandelt.
Eine Verbreitung von Influenzaviren ist jederzeit möglich.
Die ersten Vogelgrippefälle in Nigeria wurden warscheinlich über eingeführte Bruteier aus Asien eingeführt.
Somit wird bei einem Nachweis von H5N1 sämtlicher Handel der betroffenen Tiere und Tierprodukte untersagt.

Ausbreitung über Kontakte

Die Übertragung ist nicht nur von Tier zu Tier oder Tier zu Mensch möglich - siehe "Ansteckungsgefahr", sondern auch über Kontakt mit verseuchte Stoffen oder Gegenständen. Dass kann zum Beispiel Tierkot sein, der durch Schuhe oder Fahrzeugreifen verbreitet wird. Genaue Informationen finden Sie in Bereich Ansteckungsgefahr